Abnehmen und Schlank bleiben

Sie strahlen uns von Werbeplakaten an, lächeln selbstzufrieden auf Zeitschriften und sind tagtäglich mit ihren Traumkörpern in der Werbung zu sehen: schlanke Frauen und Männer.

Wer nicht schlank ist, bekommt täglich vorgehalten, was er ändern müsste. Nämlich: Schlank werden! Abnehmen! Dass der Frust oft groß ist, wenn die zehnte, zwanzigste oder hundertste Diät nicht klappt, ist mehr als verständlich. Doch was tun, um den Fettpolstern dauerhaft zu Leibe zu rücken? Und diese dann ohne diesen miesen Jojo-Effekt auch dauerhaft vom Leib zu halten?

Diäten zum Abnehmen gibt es wie Sand am Meer: Die Kohlsuppendiät, die "Friss-die-Hälfte"-Diät, die Zitronendiät oder gar die Säure-Base-Diät, nicht zu vergessen die Proteindiät … Es ist für Betroffene sehr schwierig, sich im Diätendschungel zurechtzufinden!

Ernährungsberater geben immer wieder den Tipp, Diäten langsam zu starten und langsam abzunehmen. Lieber 500 Gramm in einer Woche abnehmen, dafür dann aber für immer. Ein erster Tipp ist, viel Wasser zu trinken. Wer Diät macht, neigt dazu, zu wenig zu trinken. Flüssigkeit ist aber sehr wichtig für den Körper und Wasser hat keine Kalorien. Ein zweiter Tipp ist, viele Lebensmittel mit einer geringen Energiedichte zu essen. Die Energiedichte gibt an, wie viele Kalorien ein Gramm des gegessenen Lebensmittels hat. Niedrige Energiedichten haben Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Reis, Nudeln, fast alle Obstsorten (außer Oliven und Avocado) und fast alle Gemüsesorten (außer Mais). Mageres Fleisch wie Rind, Schwein, Kalb und Geflügel besitzt ebenfalls eine geringe Energiedichte, magerer Fisch wie Forelle, Kabeljau, Scholle und Seelachs auch. Pudding darf sogar gegessen werden, wenn er ohne Sahne zubereitet wird. Rote Grütze kann ebenso auf den Speiseplan geschrieben werden. Quark bis 20 Prozent Fett i. Tr., magerer, gekochter Schinken und Vollkornbrot sind auch auf der Liste der niedrigen Energiedichten zu finden. Lebensmittel wie Weizenbrot, Croissants, fette Schweineschwarte, Rührkuchen, Sahnetorte, Vollmilchschokolade, Gummibärchen, Butter, Margarine, Müsli und Cornflakes, gilt es zu meiden.

Aus den genannten Nahrungsmitteln ist ersichtlich, dass es vor allen Dingen auf einen geringen Fettanteil im Essen ankommt. Natürlich gehört Fett zum Grundnahrungsbedürfnis, aber oft wird viel zu viel davon gegessen (wie auch Zucker). Wer sich entschließt, gesünder und kalorienarmer zu essen, sollte mit kleinen Schritten beginnen. Es ist sinnvoller, täglich ein paar Kalorien einzusparen, als gleich mit der Radikalkur zu beginnen (hier wartet quasi schon der Jojo-Effekt auf seinen Einsatz). Als Faustregel kann sich Folgendes gemerkt werden: Um ein Kilo Fettgewebe abzunehmen, müssen 7000 Kalorien eingespart werden. Das heißt: Wird die Energieaufnahme um täglich 500 Kalorien gesenkt, kann mit einem Gewichtsverlust von 500 Gramm in einer Woche gerechnet werden. Zusätzlich wird so das "Notprogramm" des Körpers umschifft, das dieser bei einer Radikaldiät einschaltet und den Energiebedarf herunterfährt. Daraus resultiert der Jojo-Effekt. Wird wieder mehr oder normal gegessen, speichert der Körper die Energie sofort als Fettpölsterchen ab – für schlechte Tage.

Also, lieber langsam abnehmen und auf die Nahrungsmittel mit hoher Energiedichte achten. Diese, wenn es geht, gar nicht bis mäßig essen. Am Essen mit mittlerer Energiedichte darf sich satt gegessen werden, aber nicht übermäßig. Und Lebensmittel mit geringer Energiedichte dürfen uneingeschränkt gegessen werden. Dann klappt es auch mit dem Abnehmen (und schlank bleiben)!